Artikel-Informationen
erstellt am:
23.04.2026
Was machen eigentlich Sozialgerichte und womit beschäftigen sich Verwaltungsgerichte? Welche unterschiedlichen Berufsgruppen kann man an diesen Gerichten finden?
Um diese Fragen zu beantworten, richteten das Sozialgericht Lüneburg und das Verwaltungsgericht Lüneburg am 23. April 2026 gemeinsam den Zukunftstag („Girls´Day, Boys´Day“) aus. Den 12 angemeldeten Kindern und Jugendlichen wurde dabei ein Einblick in die Tätigkeit der beiden Gerichte gegeben. Nach der Begrüßung lernten sie zunächst die Wachtmeisterei kennen und erkundeten in einer Rallye das Gerichtsgebäude. Mit diesen Erkenntnissen nahmen die Kinder und Jugendlichen an einer öffentlichen mündlichen Verhandlung des Sozialgerichts Lüneburg teil. Abschließend führte Richterin am Sozialgericht Kathrin Paglotke, die den Zukunftstag auf Seiten des Sozialgerichts Lüneburg maßgeblich organisiert hat, mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern das so genannte Gorilla-Experiment durch. Den Probanden wird die Aufgabe gestellt, in einem Film eines Basketballspiels die Zahl der Ballkontakte eines Teams zu zählen. Anschließend wird erfragt, ob sie den Gorilla bemerkt haben, der im Hintergrund des Filmes über das Feld gelaufen ist. „Die Zeugenvernehmung ist ein wesentlicher Teil der richterlichen Tätigkeit. Um Aussagen richtig einordnen zu können, muss man sich als Richter bewusst sein, dass die menschliche Wahrnehmung selektiv ist und leicht verzerrt wird,“ so Paglotke. Direktor des Sozialgerichts Mike Witt ordnet den Zukunftstag als Chance ein: „Wir möchten mit dem Zukunftstag Schülerinnen und Schülern einen Einblick in die Justiz geben und sie für unsere vielfältigen Justizberufe begeistern. Auch wenn das nicht für jeden das Berufsziel sein wird, ist es uns wichtig, einen Eindruck zu vermitteln, wie Justiz funktioniert."
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erstellt am:
23.04.2026